Die Rede

Das erste Mal seit 1990 habe ich mir eine Ansprache eines Bundeskanzlers / einer Bundeskanzlerin im Fernsehen angesehen. Und seit Beginn ihrer Amtszeit war es auch das erste Mal, dass die Bundeskanzlerin abseits von Neujahrsansprachen eine direkte Rede an die Bürger hielt. Mein Eindruck.

Angela Merkel bei ihrer Ansprache

Kurzform: Die Pandemie ist real, haltet Abstand, niemand wird durch den Rost fallen, es werden harte Zeiten, wir schaffen das.

Es war eine gute, richtige, offene Rede. Sie hätte bei all den Egoisten da draußen noch deutlicher sein können, ja müssen, aber sie war gut.

Ich persönlich stimme mit der Kanzlerin in jedem Punkt überein – etwas, das ich mir niemals vorstellen konnte. Aber sie HAT RECHT, und wir haben das DURCHZUZIEHEN. Ich hoffe, dass wir die Anzahl der Toten und die Verluste in Industrie und Wirtschaft begrenzen können – es wird wirklich anstrengend werden.

Aber: Wir schaffen das gemeinsam. Wir bekommen das hin.

Danke, Frau Bundeskanzlerin!

Mein Home-Office-Setup

Vorbereitet, um länger hier zu arbeiten

Vorgestern habe ich ja meinen alten iMac von 2009 wieder in Betrieb genommen und ihn in mein Arbeitszimmer verfrachtet. Gestern nun habe ich dann die Grundeinrichtung abgeschlossen: Einen zusätzlichen Monitor für das Notebook, ein professionelles Mikrofon, einen deutlich komfortableren Stuhl und einen größeren Tisch habe ich nun zu meiner Verfügung.

Mein Schreibtisch

Ich bin damit ganz zufrieden, ich kann professionell arbeiten und habe noch Platz für Dinge übrig. Ich muss unbedingt was in Bezug auf die Wand machen – aber das hat Zeit und wird kommen, keine Sorge.

Passt für mich. 🙂

Home-Office leben

Für mich ist es etwas Neues, im Home-Office gefangen zu sein. Ich arbeite zwar häufig und oft remote, mache das seit fünfzehn Jahren, aber ich war nie gezwungen, mich lange auf ein Verweilen an einem Ort einzustellen – mein Notebook war mein Arbeitsplatz. Das ändert sich jetzt, und damit muss ich mich auch ändern.

Also habe ich gestern mal aus meinem Hobbyprojekt, einem alten iMac von 2009 ein professionelles Arbeitsgerät gemacht: Rechner in mein „neues“ Arbeitszimmer verfrachtet, SSD eingebaut, Grafikkarte gewechselt, professionelle Webcam angeschlossen. Heute wechsle ich dann noch den Schreibtisch gegen einen richtigen Schreibtisch aus und installiere 32 GB RAM, und dann kann ich hier die nächsten Monate arbeiten. 🙂

Alter iMac als aktuelles Arbeitsgerät

Und, BTW: Ich liebe das 27 Zoll-Display!

Aus und vorbei für Twitter

Ich gebe es zu: Ich war ein Twitter-Fanatiker, damals, vor neun oder zehn Jahren. Ich habe es geliebt, mich mit mir unbekannten Leuten zu verbinden und mit ihnen zu kommunizieren. Ich habe es sehr gemocht, ständig so ein Grundrauschen um mich herum zu spüren. Das hat sich in den letzten Jahren aber geändert – ich habe Twitter primär nur noch für Geschäftsannouncements genutzt.

Twitter-Logo von Wikipedia

Das hätte so aber auch noch zehn Jahre weitergehen können – wenn es da nicht etwas anderes geben würde, was mich zunehmend stört und gestört hat: Die Diskussionskultur bzw. die nicht vorhandene Diskussionskultur.

Vielleicht bin ich zu alt dafür?

Ich bin so erzogen worden, dass ich mit Leuten offen rede, sie anspreche, Fragen stelle und meine Probleme oder Irritationen vorbringe. Das hat sich auch auf das Internet übertragen – die Newsgroups in den 90er Jahren und später diverse Webforen haben dies ermöglicht. Man hat miteinander diskutiert, man hat sich gestritten – aber immer mit dem Wissen, dass am anderen Ende ein Mensch sitzt. Man hat Witze gemacht, man hat sich kennengelernt und vielleicht auch die eine oder andere Freundschaft geschlossen.

Das alles gilt für Twitter nicht.

Dort geht es um Lautstärke, um Gesehen-werden, um Mobilisierung von Menschen. Man haut eine kurze Nachricht raus, hängt ein paar Hashtags an und dann sind die Massen unterwegs. Shitstorms statt Diskussionen, Lautstärke statt Nachdenklichkeit, Krawall statt Zuhören. Schwarz-Weiß als Ersatz für Vielfalt.

Das hat nicht nur auf Twitter die Diskussionskultur verändert: Wir haben heute einen US-Präsidenten, der über Twitter regiert. Wir haben Shitstorms. Wir haben Influencer, die als Vorbilder agieren wollen. Wir haben TL’DR statt der Bereitschaft, uns Texte durchzulesen oder uns mit Argumenten auseinander zu setzen.

Ich will das nicht mehr

Ich habe deshalb beschlossen, mich auch von Twitter zurück zu ziehen. Ich möchte diese Art der „Diskussion“ nicht mehr führen. Ich möchte mich nicht selbst in dieser Art der Kommunikation verlieren. Das, was ich zu sagen habe, passt nicht in 140 oder 280 Zeichen, es wird meinem Ansatz, meinen Ideen und meiner Person einfach nicht gerecht.

Mein Twitter-Account ist bereits deaktiviert.

Good bye, Twitter!

Für mich fühlt sich das gut an.

Geht wählen!

Es ist nahezu neunzig Jahre her, dass 1939 der zweite Weltkrieg ausgebrochen ist. Nur sechs Jahre vorher fanden die letzten einigermaßen freien Wahlen in Deutschland statt und die Nazis begannen ihren Marsch in den völligen Untergang, der mindestens 60 Millionen Opfer forderte.

Europäische Flagge, von https://en.m.wikipedia.org/wiki/Flag_of_Europe kopiert

Am Sonntag sind Europawahlen, und damit eine Möglichkeit, seiner eigenen Stimme wirklich Gehör zu verschaffen.

Geht wählen, statt zu Hause zu bleiben oder zu hoffen, dass ihr mit sozialen Medien oder durch Nichtstun etwas ändern könnt. Letztlich zählen die abgegebenen Stimmen an der Wahlurne, und wenn Ihr wollt, dass sich etwas ändert, dann müsst ihr eure Stimme auch abgeben!

Also, geht wählen. Sorgt dafür, dass eure Stimme zählt. Überzeugt ggf. noch andere Leute von eurer Meinung, im Gespräch, nicht durch Schreien.

Geht am Sonntag wählen.

Frühlingsanfang in Altlandsberg

Gestern sind meine Jungs und ich etwas spazieren gegangen worden. Ein paar hübsche Bilder kamen dabei herum.

Wiese (50mm Canon FD, F2.8, ISO 125, 1/2000s)

Königliches Postamt (50mm Canon FD, F2.8, ISO 250, 1/4000s)

Entlang der alten Stadtmauer (50mm Canon FD, F2.8, ISO 160, 1/4000s)

Wald an der Erlengrundhalle (50mm Canon FD, F2.8, ISO 320, 1/4000s)

Bach an der Erlengrundhalle (50mm Canon FD, F2.8, ISO 400, 1/4000s)

Naturschutzgebiet an der TOTAL Tankstalle (50mm Canon FD, F2.8, ISO 600, 1/4000s)

Alle Fotos wurden mit meiner Sony Alpha II und einem adaptierten Canon FD 50mm F1.4-Objektiv geschossen und auf das iPhone XS übertragen. Dort wurden sie Quick & Dirty nachbearbeitet.

Drei Monate ohne Social Media…

…und mir geht es gut dabei.

Ich habe Anfang Dezember alle SocialMedia-Apps, mit Ausnahme von Twitter, von meinen mobilen Geräten gelöscht. Twitter ist inzwischen auch weg – die einzigen „SocialMedia“-Apps, die ich noch nutze sind LinkedIn, XING und Yammer.

Fehlt mir was?

Ehrlich? Nein. Nichts. Ich hatte für mich eh schon festgestellt, dass es mich nicht mehr interessiert hat – und das habe ich mir selbst bestätigt. Ich teile meine Fotos mit meiner Freundin und meiner Familie (und manchmal auch mit meiner Firma), das reicht mir als Anerkennung. Ich teile meine Gedanken über meine Blogs, in meinem Firmen-Confluence-Space, per Teams und Yammer (und manchmal auch per LinkedIn) – auch das ist für mich genug Publikum.

Habe ich was gewonnen?

Ich habe für mich ein Stückchen Lebensqualität wiedergewonnen. Ich bin dem Rauschen der Social Media-Bubbles auf Facebook, Instagram und Twitter entronnen, ich habe auch einen WhatsApp-Account, über den viele Nachrichten liefen, ersatzlos gelöscht. Es ist ruhiger in meinem Leben, jedenfalls in Bezug auf unerwünschten Lärm.

Aber, Du postest doch noch regelmäßig auf Facebook und Twitter?!

Äh nein. Das macht unser Social Media-Team. Ich sorge nur dafür, dass es nicht ungesetzlich wird. 😉

Mich erreicht man am Besten per E-Mail: karsten@samaschke.de oder karsten@cloudibility.io. Eventuell auch im LinkedIn (ich schaue unregelmäßig rein), vielleicht auch über XING (ich schaue total selten rein). Nutzt lieber die E-Mail-Adressen, da schaue ich regelmäßig rein. 🙂

Tipp: TLS 1.1-Verbindung bei PowerShell akzeptieren

PowerShell-Scripte verwenden unter Umständen nur aktuelle TLS-Protokolle, die zwar sicherer sind, aber nicht von jedem Server unterstützt werden – rs gibt bis heute Server, die nur mit TLS 1.1 kommunizieren. Das führt dann zu folgenden Fehlermeldungen (und zum Abbruch des Scripts):

[...] Die Anfrage wurde abgebrochen: Es konnte kein geschützter SSL/TLS-Kanal erstellt werden. [...]

Der Workaround ist zum Glück recht simpel: Auf der Kommandozeile sollte vor dem Aufruf eines derartiges Scripts dieses Statement ausgeführt werden:

$AllProtocols = [System.Net.SecurityProtocolType]'Tls11,Tls12'
>> [System.Net.ServicePointManager]::SecurityProtocol = $AllProtocols

Dies kann alternativ auch in das Script direkt eingefügt werden. Anschließend funktioniert der Abruf von der geschützten Ressource.

Lesetipp: Targeted Advertising is ruining the Internet and Breaking the World

Ich habe ja kürzlich bekannt gegeben, dass ich mich komplett von Facebook zurückziehen werde. Ebenfalls bin ich von Android auf die iOS-Plattform umgestiegen. In der Firma werden wir Macs einsetzen.

Das alles hat seine Ursachen in der Datensammelwut von Google und Facebook, in der kompletten Ignoranz in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre und im Versuch, Werbung zu verkaufen, die möglichst maßgeschneidert ist.

Die Folgen dieser Dinge sind dabei noch viel gravierender, als sie es offensichtlich bereits eh sind.

Hier ist nochmal ein Lesetipp, der ausführlich das Problem erklärt: https://motherboard.vice.com/en_us/article/xwjden/targeted-advertising-is-ruining-the-internet-and-breaking-the-world.

Lesen, ggf. mit Google Translate (sic!) oder den Text in Deepl kopieren und dann übersetzen, nachdenken und dann handeln!