Kauflust (IV): Surface Go (Deutsche Version)

Ein Surface Pro in kleiner? Leistungsfähig genug für alltägliche Office- und Business-Anwendungen? Ab 449,– EUR? Her mit dem Surface Go!

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Surface Go mit Type Cover, Surface Pen und Kaffeetasse

Warum ein Surface Go?

Ich bin stolzer Besitzer diverser Surface Pro- und Surface Book-Modelle. Mein erstes Surface Pro war tatsächlich die erste Version, aber letztlich war dieses Gerät, wie auch die Surface Pro 2- und Surface Pro-3-Modelle nicht für meine Ansprüche geeignet – entweder waren sie zu klein, zu dick und zu laut (SP1, SP2) oder das TypeCover war auf Dauer nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Zwischendurch habe ich auch die Surface RT- und Surface 3-Modelle ausprobiert, hier war mir aber die Leistung zu limitiert. Richtig glücklich wurde ich erst mit dem Surface Book 15 Zoll als richtigem Laptop und dem Surface Pro 2017 für meine handschriftlichen Notizen in Meetings oder Calls und als Gerät, das man benutzt, wenn man unterwegs ist.

Warum kein iPad?

Aber: Es gibt da seit Jahren ebenfalls iPads in meinem Gerätepark – stets als 9,7- oder 10,5-Zoll-Modelle und stets für die Momente gedacht, in denen die 12,5 Zoll des Surface Pro einfach schon wieder zu groß sind. Die iPads habe ich stets für zwei Aspekte genutzt: Medienkonsum (Videos, ggf. einfache Spiele) und als hypermobile Arbeitsrechner. Ersteres können sie traumhaft gut, bei letzterem sind sie hemmungslos limitiert – auch mit dem Apple Keyboard kann man auf einem iPad nicht wirklich gut schreiben, der Apple Pen ist cool für gelegentliche handschriftliche Notizen, aber eben nicht für mehr, da die Apps dann wiederum zu limitiert waren. Insofern habe ich mich schon längere Zeit nach einem Windows Tablet umgeschaut, konnte aber mit keinem Gerät so richtig warm werden – ich bin tatsächlich sehr von der Qualität und dem Gefühl, das einem die modernen Surface-Baureihen bei der Benutzung vermitteln, geprägt.

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Surface Go mit Type Cover und Surface Pen vs. iPad Pro 10,5 mit Apple Keyboard und Apple Pen

Welche Konfiguration für das Surface Go?

Um so erfreuter war ich dann, als das Surface Go vorgestellt worden ist. Es gibt das Gerät in zwei Konfigurationen – 4 GB RAM und 64 GB eMMC-Speicher (geht gar nicht) oder 8 GB RAM und 128 GB SSD-Speicher (geht). Also habe ich die größere Konfiguration samt eines Surface Type Covers bestellt und sehnsüchtig erwartet. Gestern konnte ich das Gerät dann in Empfang nehmen, habe den Surface Pen des Surface Book 15 Zoll (den hab ich dort eh nie benutzt) gekoppelt – und bin aktuell sehr angetan.

Meine Eindrücke

Das Gerät ist klein, leicht, schick und – Surface-typisch – sehr gut verarbeitet. Die Größe entspricht ungefähr der eines iPad Pro 10,5 Zoll, es ist aber etwas dicker. Der Prozessor ist schnell genug (es ist ein Pentium Gold-Prozessor, der irgendwo über Intel Atom und Intel Core i3-Prozessoren, aber weit unter „richtigen“ Prozessoren wie einem Intel Core i5 angesiedelt ist), er braucht gerne mal eine halbe Sekunde länger, aber das ist zu ertragen – als besonderes Plus ist der Prozessor passiv gekühlt, d.h., es wird keinerlei Geräusche geben.

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Seitansicht mit Kopfhörer-Anschluss, USB-C-Anschluss und Surface Connector-Anschluss

Das 10-Zoll-Display ist großartig – qualitativ sehe ich keinen Unterschied zu einem Surface Pro 2017, die Finger- und Stiftbedienung klappen wunderbar. Das Type Cover ist etwas kleiner als bei den größeren Modellen, aber ich kann fließend auf der Tastatur schreiben (ich habe diesen Beitrag darauf getippt – allein das Cover ist den Umstieg vom iPad wert!). Die Akkulaufzeit ist okayish, irgendwas um 4-5 Stunden Nutzung lassen sich sicher herauskitzeln.

Zum Glück gibt es einen USB-C-Anschluss, über den man das Gerät laden kann – ich reise aktuell viel in Flugzeugen und mit der Bahn umher, und gerade bei Langstrecken wird man etwas frische Energie benötigen, und da hat man u.U. eher ein Handy-Ladekabel oder -Gerät dabei, als den Surface Go-eigenen proprietären Adapter.

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Die Anschlüsse nochmal im Detail

Der Speicher ist mit 128 GB ebenfalls nicht ultimativ groß, kann aber mit Hilfe einer SD-Karte erweitert werden, wobei auch die neuen XD-Karten mit bis zu 512 GB Speicherkapazität zum Einsatz kommen können.

Für eine abschließende Meinung ist es noch zu spät, aber für mich ist das Surface Go nach einem Tag Benutzung genau das, was mir gefehlt hat: Ein hyperportables Gerät, mit dem ich (nachdem ich vom Windows 10S-Modus in den „normalen“ Modus gewechselt bin) alle Businessanwendungen (und wahrscheinlich sogar mal eine Entwicklungsumgebung) laufen lassen kann, ohne mich in Bezug auf Größe, Gewicht, Lautstärke, Tastatur oder Touchbedienung einschränken zu müssen. Ich würde es keinesfalls als Ersatz für ein iPad kaufen, sondern damit genau die Dinge abdecken, die ein iPad nicht sonderlich gut leisten kann – also Business- und Desktop-Anwendungen, keinesfalls aber als Entertainment- oder Media-Konsum-Maschine.

Surface Go kaufen? Kaufen!

Wenn ihr auch ein Surface Go erwerben wollt, könnt ihr dies beispielsweise bei Amazon tun – wobei ich dringend zum größeren Modell raten würde:

Als Zubehör seien ein Type Cover und ein Surface Pen dringend empfohlen:

Produkte von Amazon.de

Weitere Informationen und meine längerfristige Meinung werde ich natürlich hier auf meinem Blog veröffentlichen.

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